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  Der Biber
 



2012 der/die Biber sind weiter aktiv,
abgenagte Bäume weisen darauf hin.


nachfolgend ihre Spuren















Nachdem bereits im Sommer 2010 nachfolgender Bericht in
unserer Homepage veröffentlicht wurde, erschien nun im
Januar 2011 im Trierischen Volksfreund ein Bericht der auf
das Vorhandensein der Biber hinweist.



Seltene Nachbaren !!

Biber in der Nähe des Sportboothafen Saarburg.

Wie es scheint haben sich Biber in der Nähe
des Sportboothafen niedergelassen.
Abgenagte Bäume deuten auf ihr Vorhandensein
hin.Entdeckt wurde dies von Hafenmeister
Karl Neises.
Die Tiere die dämmerungs- und nachtaktiv sind,
wurden selbst noch nicht gesichtet.
Wer Interesse hat kann nachfolgend
über das größte europäische Nagetier mehr lesen.

 


Man muss sich nur gut auskennen  im Biberrevier und noch
eine große Portion Glück haben, um seine Bewohner einmal
sehen zu können. Besteht doch auch Grund zur Vorsicht,
denn der Mensch hat dem Biber in den letzten Jahrhunderten
das Leben nicht geradeleicht gemacht. Es war fast, als sollte
"Meister Bockert" nur nochin Fabeln und Märchen weiterleben,
so rücksichtslos war die Jagdauf ihn. Kurzerhand zum Fisch
gekürt, bereicherte er den mönchischen Speisezettel in der
Fastenzeit. Aber auch sonst war sein zartes Fleisch begehrt
und besonders der Schwanzeine Delikatesse.
Sein weiches Fell hielt warm und war Statussymbol zugleich.
Da vor allem bei Begüterten die Nachfrage groß war und sich
damit viel Geld machen ließ, konnte nie genug von diesen
Pelzen beschafft werden.

Der Biber war ursprünglich fast auf der ganzen nördlichen
Halbkugel vertreten. Doch schon im 19. Jahrhundert existierten
in Europa nur noch Restbestände an der unteren Rhône,
mittleren Elbe, in Südnorwegen und an der polnisch-russischen
Grenze. 
Als er unter Schutz gestellt wurde, war es fast schon zu spät.
Durch vor Jahrzehnten eingeleitete Schutzmaßnahmen erholte
und stabilisierte sich der Bestand an der mittleren Elbe wieder
so gut, dass nun auch Niedersachsen und Brandenburg durch
Abwanderung davon profitieren. 
Ansonsten hat man wie in Bayern versucht, durch Ansiedlung
anderer Biberunterarten ihn in mehreren Gebieten Deutschlands
wieder heimisch werden zu lassen. Meist mit positivem Ergebnis,
auch wenn einige Erfolgsmeldungen mit etwas Zurückhaltung
zu betrachten sind.

Größtes europäisches Nagetier, gedrungen wirkend,
20-30 kg schwer  mit Schwanz  ca. 110-140 cm lang, 
breiter abgeplatteter, mit Hornschuppen bedeckter und
unbehaarter Schwanz, 
der als Steuer sowie als Fettdepot und zur Regulierung der
Körpertemperatur dient,  je nach Unterart braunes bis
braun-schwarzes Fell, 
sehr dichte und weiche Unterwolle mit darüber liegenden
Grannenhaaren,  Bauch: 23000 Haare/qcm, Rücken:
12000 Haare/qcm, 
das Fell wird mit einem öligen Drüsensekret eingefettet, 
kleine braune Augen, vor die sich unter Wasser ein
hauchdünnesHäutchen schiebt, 
die kurzen Ohren sind ebenfalls wie die Nase verschließbar, 
ausgezeichnetes Geruchssinn, sehr gutes Gehör, guter
Tastsinn,  Vorderpfote mit 5 relativ kurzen Zehen und ziemlich
langen Krallen dient zum Greifen von Gegenständen und
zum Scharren von Gängen, 
Hinterpfote mit 5 längeren Zehen und kürzeren stumpfen
Krallen ist mit Schwimmhäuten versehen, 
Besonderheit ist eine als Putzkralle bezeichnete Doppelkralle
an der 2. Zehe,  die mit einer orangeroten harten
Schmelzschichtversehenen paarigen Nagezähne wachsen
ständig nach, die Backenzähne unterliegen der Abnutzung.

Bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer
mit reichem Uferbewuchs oder ausgedehnten Auewäldern,
akzeptiert aber auchandere Gewässertypen und versucht,
sie seinen Bedürfnissen entsprechend zu verändern, 
da anpassungsfähig kann er auch
in ehemaligen Tagebauen und Kiesgruben sowie in
Entwässerungsgräben und Ackergebieten siedeln, 
erforderlich ist eine Wassertiefe, die das Gewässer
im Winternicht bis auf den Grund gefrieren und im
Sommer nicht austrocknen lässt.

Voraussetzungen für eine Biberansiedlung:

  • ausreichende Wasserfläche und -tiefe
  • geeignete Ufer für Wohnbauten
  • ausreichende Nahrungsgrundlage
  • keine unmittelbare Störung seiner Aktivitäten

vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, 
als guter Schwimmer und Taucher bleibt er meist nur 2-3 min.
unter Wasser, kann aber auch durch 
effiziente Ausnutzung des eingeatmeten Sauerstoffs bis 15 min.
abtauchen,  lebt monogam im Familienverband, dem oft
2 Generationen Jungtiere angehören, 
wenn Lebensraum groß genug ist, kann auch eine
Biberkolonie mit mehreren Familien bestehen, 
normalerweise unternehmen geschlechtsreife Jungtiere
Wanderungen bis 100 km und darüber hinaus, 
Reviergröße ist abhängig von Gewässergröße
bzw. Lebensraumqualität und kann 100 m an Seen 
und bis 3000 m an Fließgewässern betragen, 
Revierkämpfe werden ausgetragen, auch mit
Verletzungen,  nach Reviergründung Ortstreu,
dadurch existieren Reviere
oft über Generationen, 
Markierungen werden mit Bibergeil gesetzt, 
kein Winterschlaf, aber u. U. wochenlang im Bau, 
ausgeprägtes Sozialverhalten.

Pflanzenfresser, Pflanzenangebot je nach Jahreszeit in und
am Wasser,  Sommer: vorwiegend Kräuter, auch Feldfrüchte, 
Winter: vorwiegend Zweige und Rinde, 
150-300 verschiedene Pflanzenarten, mit Vorliebe Pappeln,
Weiden und Seerosen,  aber auch andere weiche Hölzer wie
Erle, Birke, Ulme, Traubenkirsche,  braucht als erwachsenes
Tier pro Jahr etwa 7,5 cbm Hölzer und Pflanzen als
Nahrungsgrundlage,  deponiert Wintervorräte in
Nahrungsflößenvor den Wohnbauten unter Wasser

Die einen nennen den Biber einen "vierbeinigen Ingenieur"
bei der Landschaftsgestaltung, die anderen sprechen von hochdifferenzierten, weitervererbbaren Instinkthandlungen.
Wie man es auch betrachtet:
Als fleißiger Wasserbaumeister gestaltet sich der Biber durch
Burgen-, Damm- und Kanalbauten dort seinen arttypischen
Lebensraum, wo er ihn von der Natur nicht in der Weise
angeboten bekommt.Bei ausreichend hohen Fluß- oder
Bachufern werden schräg nach oben
führende lange Gänge mit einem über der Wasserfläche
liegenden kugeligen Wohnkessel gegraben. An seichteren
Gewässern entstehenmächtige geräumigeBurgen aus Ästen,
Schilf und Schlamm, deren 1-2 Wohnkammern schon
einen Durchmesser von 1,20 m und eine Höhe von einem
halben Meterhaben können. Dazwischen gibt es viele
Mischformen, denn von oben eingebrochene oder
überschwemmte Erdbauelegen die Biber oft einen
Stockwerk höher und dichten sie von
oben ebenfalls mit Zweigen, Schilf und Schlamm ab.

 

Wenn für den Transport des Baumaterials oder der
Nahrungsvorräterelativ weite Strecken zurückgelegt
werden müssen, benutzt der Biber Kanäle. 
Es ist schon erstaunlich, wie er durch ein Labyrinth
von Kanälen und Dämmenseinen Lebensraum
zu seinemNutzen gestaltet und dabei auch noch
anderen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum
schafft.

 




 
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